Hinweise zum Olivenöl

Hinweise zum Olivenöl

Natives Olivenöl ist, anders als die meisten anderen Pflanzenöle, die durch Raffinierung hergestellt werden, ein reines Naturprodukt. Olivenöl setzt sich aus 77 % einfach ungesättigten, 9 % mehrfach ungesättigten und 14 % gesättigten Fettsäuren zusammen.

Wie erkennt man gutes Olivenöl?
Am Geschmack.

Gutes Olivenöl ist wie guter Wein: Geschmackssache.

Es kommt auf Ihre Vorlieben an. Ein gutes Öl hat eine ausgewogene Mischung von fruchtig, bitter und scharf. Gerade beim Geschmack gibt es gewaltige Unterschiede. Wenn sie jedoch tiefer in den Geschmack von Olivenöl einsteigen möchten, werden Sie probieren müssen. Manche Hersteller (wir übrigens auch) bieten Ihr Olivenöl in kleineren Probierflaschen an bzw. können Sie im Shop direkt probieren. So können Sie sich am besten selbst überzeugen.

  • Achten Sie auf die Bezeichnungnatives Olivenöl Extra, eine Herkunftsangabe und einen angemessenen Preis.
  • Gutes Öl lässt sich nicht billig herstellen. Der durchschnittliche Preis pro Liter für ein Öl mit hervorragender Qualität liegt zwischen 10 und 30€.
  • Billige Olivenöle sind meist minderwertig, denn um Niedrigpreise zu erreichen, muss einfach an vielen Stellen gespart werden. Die Wahrscheinlichkeit ein Spitzenöl unter den Massenprodukten im Supermarkt zu finden ist eher gering.
  • Je nach Herkunftsland, Olivensorte, Ertrag und Verarbeitung variieren die Kosten für die Herstellung stark. Selbstverständlich hat auch die Verpackung einen Anteil am Preis – das Auge isst ja schließlich mit.
    Natives Olivenöl extra (Oder: Olivenöl nativ extra) ist die höchste Qualitätsstufe bei Olivenöl. Diese Bezeichnung darf nur verwendet werden wenn sowohl der Geschmack als auch die chemische Analyse des Öls keine Mängel aufweisen.
  • Fehlt das „extra“ so ist das Öl nicht makellos, sondern hat qualitative und geschmackliche Fehler.
  • Die Herkunft und die enthalten Olivensorten sollten auf der Verpackung oder in der Beschreibung des Olivenöls auf jeden Fall angegeben sein. Genauso wie beim Wein gibt es jedoch auch beim Olivenöl Mischungen verschiedener Olivensorten mit hervorragender Qualität.
  • Wenn die Herkunftsangabe und die Angabe der verwendeten aber Sorten fehlen, deutet einiges darauf hin, dass die Öle verschiedener Mühlen gemischt wurden. Unter Umständen wird dann sogar Olivenöl verschiedener Jahrgänge und Ernten vermischt oder, wie bei Italienischem Öl geschehen, Olivenöl sogar billig aus anderen Ländern zugekauft.
  • Gutes Olivenöl ist reine Geschmacksache. Kein Testergebnis und keine Auszeichnung wird Ihnen verraten ob Ihnen ein Olivenöl schmeckt. Natürlich können Auszeichnungen ein Hinweis auf ein gutes Olivenöl sein, aber sie sollten ein Olivenöl nie NUR wegen seiner Bezeichnung „Testsieger“ kaufen. Testergebnisse kann man übrigens auch kaufen.
  • Aus gesundheitlicher Sicht eignet sich Olivenöl zum Braten sehr gut. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt es sogar ausdrücklich zum Braten und Frittieren. Je nach Sorte können Sie Olivenöl bis zu Temperaturen von 230 °C erhitzen (klares Natives Olivenöl Extra bis ca. 180° C).
  • Der Säuregehalt bei Olivenöl „nativ extra“ darf 0,8 Prozent nicht überschreiten. „Je niedriger der Säuregrad, umso besser“. Meist ist die Zahl auf dem Etikett der Flasche angegeben. 0,5 Prozent sei bei einem guten Öl ein akzeptabler Wert.
  • Nativ bedeutet „naturbelassen“ und extra bedeutet „besonders gut“. Der Name steht für die höchste Qualitätsstufe. Hierzulande dürfte es schwer sein, ein Öl mit einer anderen Bezeichnung zu bekommen, denn in Deutschland ist praktisch nur „natives Olivenöl extra“ im Handel erhältlich.
  • Bei richtiger Lagerung ist gutes Olivenöl leicht bis zu 24 Monate haltbar.
  • Bei falscher Lagerung wird Olivenöl jedoch auch deutlich schneller ranzig, was Sie leicht am Geruch erkennen werden. Chemisch gesehen, zerfallen dabei die Fette meist durch Oxidation zu übelriechenden Substanzen. Dies macht das Öl ungenießbar, ist aber in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Denn wegen seinem hohen Fettanteil ist die Gefahr des Wachstums von gesundheitsschädlichem Schimmel oder Bakterien gering. Vorsichtig sollte man nur bei eingelegten Kräutern oder frischem Knoblauch sein. Diese Bestandteile schimmeln leichter, besonders wenn sie nicht mehr ganz vom Öl bedeckt sind.
  • Olivenöl wird am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort (10 bis 16 °C) gelagert. Einige Öl-Bestandteile sind anfällig gegen Oxidation durch Luftsauerstoff. Deshalb sollten Sie Ihre Olivenölflasche immer gut verschließen. Auch UV-Licht, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, fördert diese Alterungsprozesse im Öl.

Ungefähre Haltbarkeit von Olivenöl bei unterschiedlicher Lagerung:
-warm, offen im Sonnenlicht: wenige Tage
-warm, offen, lichtgeschützt: mehrere Wochen
-warm, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Monate
-kühl, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Jahre

Am besten wird Olivenöl wie Wein gelagert. Wenn Sie einen Keller haben, empfehlen wir die Lagerung größerer Mengen Olivenöl dort. Für den täglichen Gebrauch in der Küche oder auf dem Esstisch bietet sich ein stilvolles und praktisches Ölkännchen oder eine Karaffe an.
Gefunden auf: https://www.oelea.de